Montag, Oktober 3, 2022
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Glasfaserausbau der Borchener Außenbereiche

Die Ettelner haben es im letzten Jahr vorgemacht, nun sollen auch die anderen Ortsteile Borchens von dem einmaligen Projekt im Kreis Paderborn profitieren.

Es geht um den Glasfaserausbau im Außenbereich, für den die Nachfragebündelung nun gestartet ist. Initiiert und unterstützt wird das Projekt durch die Ortsvorsteher aller Ortsteile.

Seit 2018 wird der Glasfaserausbau in Borchen fokussiert. Nachdem die Innenbereiche der Ortsteile Nordborchen, Kirchborchen, Alfen und Etteln bereits mit Glasfaser erschlossen werden konnten, folgt der Ausbau Dörenhagens im kommenden Jahr.

Adressen im Außenbereich hingegen konnten bislang nicht auf einen eigenwirtschaftlichen Ausbau eines Telekommunikationsunternehmens setzen. Als sich der Rat der Gemeinde Borchen Ende 2018 auch noch aufgrund der hohen Kosten dazu entschloss, lediglich zwei Schulstandorte über das sog. „Weiße Flecken“-Förderprogramm mit Glasfaserleitungen anzubinden, stand für Ettelns Ortsvorsteher Ulrich Ahle schnell fest, dass er eine andere Lösung für die Adressen im Außenbereich finden müsse.

So kam es letztlich zu einer Kooperation mit der Firma Muenet aus Coesfeld, die sich auf den Glasfaserausbau ländlicher Gebiete spezialisiert hat und bereits zahlreiche Projekte dieser Art begleiten konnte. Die Firma Muenet unterstützt bei der Planung, die Verlegung des Glasfasernetzes ist jedoch Sache der Dorfgemeinschaft, da die erforderlichen Erdarbeiten in Eigenleistung erbracht werden müssen. Erst wenn das Netz in der Erde liegt, übernimmt die Firma und bietet Telekommunikationsdienstleistungen an.

Im Ortsteil Etteln wurden so innerhalb eines halben Jahres mit Hilfe von über 60 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ca. 30 km Glasfaserkabel verlegt. Im Juli 2020 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden, sodass die Ettelner im Außenbereich ihre Glasfaserleitungen seitdem nutzen können. Als erster Ort im Kreis Paderborn hatte Etteln damit seine „weißen Flecken“ geschlossen. Da die Digitalisierung auch in der Landwirtschaft zunehmend Einzug hält, nutzten sogar Landwirte die Gelegenheit, Ihre Ställe mit Glasfaserleitungen anzuschließen.

Diese Erfolgsgeschichte möchten die Ortsvorsteher auch auf die anderen Ortsteile Borchens übertragen und so das Projekt gemeinsam voranbringen. Unterstützt werden sie hierbei von Ulrich Ahle, der als Gesamtkoordinator der Aktion sein Wissen und sämtliche Erfahrungen weitergeben möchte.

Voraussetzung für den Ausbau: 70 Prozent der potentiellen Anschlussnehmer müssen sich für einen Vertrag mit der Firma Muenet entscheiden. Neben den monatlichen Kosten für die Tarife, die auf der Homepage der Firma Muenet nachzulesen sind, zahlt jeder Anschlussnehmer eine Anschlussgebühr in Höhe von 750,00 Euro. Zusätzlich gilt es noch eine sog. „Buddelkasse“ zu füllen. Aus dieser Kasse werden Spritkosten, Leihgebühren für Gerätschaften, Versicherungen und ähnliches bestritten. Die Buddelkasse konnte in Etteln durch Spenden gefüllt werden, sodass keine weiteren Kosten auf die Anschlussnehmer hinzugekommen sind.

Bei einer Informationsveranstaltung in der letzten Woche wurde das Projekt allen potentiellen Anschlussnehmern vorgestellt.

Nun gilt es, die Nachfragebündelung, die bis zum 31.12.2021 läuft, erfolgreich abzuschließen. Borchenerinnen und Borchener, die Wohnhäuser und Ställe im Außenbereich besitzen, haben jetzt die einmalige Gelegenheit, sich für einen Glasfaseranschluss zu entscheiden. Erst wenn 70 % der potentiellen Anschlussnehmer einen Vertrag abschließen, beginnen die weiteren Planungsschritte. Informationen erhalten Interessierte auf der Homepage des Unternehmens Muenet, bei den Ortsvorstehern oder bei der Gemeindeverwaltung unter 05251 3888 153 bzw. glasfaserborchende.

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