Freitag, September 30, 2022
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Hochwasserschutz und ökologische Verbesserung: Vorbereitungen zur geplanten Renaturierung der Alme in Brenken haben begonnen

Die Stadt Büren und der Hochwasserverband Obere Lippe planen gemeinsam die Renaturierung der Alme in Brenken, um den Ort besser vor Hochwasser zu schützen und gleichzeitig den Fluss ökologisch aufzuwerten. Ende Februar mussten zur Vorbereitung der Baumaßnahme Bäume gefällt werden. Die eigentlichen Renaturierungsarbeiten starten voraussichtlich ab Anfang August. 

Der Ortskern von Brenken ist stark hochwassergefährdet und in der Vergangenheit mehrfach überflutet worden. Aber auch ökologisch ist der Zustand der Alme nur mit mäßig bewertet. 

Bereits 1999 wurde mit den ersten Planungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie begonnen. Seit 2008 liegt die Genehmigung des Kreises Paderborn vor. Danach begann das Dezernat 33 der Bezirksregierung Detmold damit die erforderlichen Grundstücke im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens zu erwerben. Im Dezember 2018 wurde der Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Detmold zugestellt. Das Land NRW fördert die geplante Maßnahme mit 80 %. Die Stadt Büren ist Kooperationspartner und beteiligt sich an den verbleibenden Kosten.

Das Projekt sieht drei grundsätzliche Maßnahmen vor. Die Alme wird nördlich um den Ortskern von Brenken herumgeführt und durch den sogenannten Huckenpuhl geleitet. Der Hochwasserschutz für den Ortskern um die Sendstraße wird durch eine Verwallung sichergestellt. Im Ortskern wird ein Teil des Abflusses der Alme verbleiben und den sogenannten Dorfbach bilden. Ein Konzept für die Gestaltung und Nutzung der Fläche im Bereich des Dorfbaches wird durch die Stadt Büren gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Brenken erarbeitet.

Auf Grund der Schutzzeiten wurden bereits jetzt als Vorbereitung die Rodungsarbeiten durchgeführt. Im April sollen die eigentlichen Bauarbeiten ausgeschrieben werden. Die Umsetzung ist ab August vorgesehen. Je nach Witterung wird mit einer Bauzeit von rund einem halben Jahr gerechnet. Ein Teil der gefällten Bäume wird bis dahin vor Ort verbleiben und für die Maßnahme als Totholz wiederverwendet. In Gewässerabschnitten mit viel Totholz fühlen sich mehr Fischarten wohl, die zwischen dem Geäst wertvollen „Wohnraum“ finden.

Bei Fragen zum Projekt kann man sich an den WOL wenden, Tel. 02951 93390-0, per E-Mail: mail@wol-nrw.de.

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