Freitag, September 30, 2022
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Leiter des städtischen Amtes für Finanzen geht nach mehr als 41 Jahren im Dienst der Stadt Paderborn in den Ruhestand

Dickes Lob für Walter Hermes!

Ein Mensch zum Anfassen und des offenen Wortes, bei Sachfragen höchst kompetent und immer für alle da: Mit diesen Worten beschreibt Paderborns Bürgermeister Michael Dreier den Leiter seines Amtes für Finanzen, Walter Hermes. Letzterer geht am Freitag dieser Woche in den wohlverdienten Ruhestand. 

„Ich habe über vier Jahrzehnte sehr gerne für die Stadt und die Bürgerinnen und Bürger gearbeitet und bedanke mich für das große Vertrauen, das mir in den unterschiedlichen Funktionen stets zuteilgeworden ist“, sagte der Ltd. Städtische Verwaltungsdirektor bei seiner Verabschiedung im Haupt- und Finanzausschuss. Worte des Dankes erhielt er dort auch vom Bürgermeister. „Du hast ausgezeichnete Arbeit geleistet und zwei Ämter entscheidend geprägt“, sagte Dreier, der den 62-Jährigen in den höchsten Tönen lobte.

Seine Karriere bei der Stadtverwaltung begann für Walter Hermes 1980 mit dem Vorbereitungsdienst für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Anschließend war er Sachbearbeiter im damaligen Amt für Statistik, Wahlen und Meldewesen sowie in der Kämmerei. Von 1989 bis 1999 war er stellvertretender Leiter im Amt für Wahlen und Meldewesen, das 1999 in das Einwohner- und Standesamt umbenannt wurde. Nach einem Wechsel zum Haupt- und Personalamt, wo Walter Hermes 2,5 Jahre als Abteilungs- und Ausbildungsleiter tätig war, übernahm er im März 2002 die Aufgabe des Amtsleiters im Einwohner- und Standesamt. Im Januar 2010 erfolgte der Wechsel zum Amtsleiter von Kämmerei und Steueramt, heute das Amt für Finanzen. Zwischenzeitlich engagierte sich Walter Hermes auch im Personalrat, unter anderem als stellvertretender Vorsitzender. Bis heute ist er ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht in Detmold und reist als Dozent zum Thema „Wahlen“ durch die Republik.

In den mehr als vier Jahrzenten im Dienst der Verwaltung hat Walter Hermes einiges erlebt. So zum Beispiel die Umstellung der Verwaltungsarbeit auf Computer im Jahr 1987, als er Sachbearbeiter im damaligen Amt für Statistik, Wahlen und Meldewesen war. „Bis dahin haben wir alles auf Karteikarten geschrieben“, erinnert sich Hermes an ein Prozedere, das heute nur noch schwer vorstellbar ist. 
„Hochemotional“ wurde es für ihn 1989. Nach der Grenzöffnung zum Westen kamen die ersten Bürger*innen aus der ehemaligen DDR nach Paderborn und beantragten im Amt für Wahlen und Meldewesen, dessen stellvertretender Leiter Hermes zu dem Zeitpunkt war, einen Bundespersonalausweis mit Wohnsitz Paderborn.
Zu einer besonders großen Herausforderung wurden für Walter Hermes seine ersten Jahre als Leiter des heutigen Amtes für Finanzen. Als er 2010 dorthin wechselte, hatte auch die Stadt Paderborn mit den Auswirkungen der Finanzkrise zu kämpfen. So sehr, dass gemeinsam mit der Kölner Wirtschaftsberatungsgesellschaft Rödl & Partner Konsolidierungsvorschläge für den Haushalt erarbeitet wurden. „Das war ein Wahnsinnspaket, was dem Rat schließlich zur Entscheidung vorgelegt worden ist“, sagt Hermes, der in den letzten Jahren neben dem Haushalt mit seinem Team insbesondere die Themen „Fast Close“, „Konzernabschluss“, „Vertragsmanagement“, „tax compliance“ sowie die finanztechnischen Herausforderungen rund um das Thema Corona im Fokus hatte. Die Verabschiedung des Haushaltes für 2022 war für ihn die letzte große Aufgabe. „Nun hinterlasse ich ein super Team, das mit Thomas Mönikes einen tollen Amtsleiter bekommt.“

Und was hat Walter Hermes für seinen ersten Tag im Ruhestand geplant? Ganz einfach: Nichtstun. Er ist sich sicher: „Ich werde es genießen, nicht mehr durch die Uhr verplant zu sein. Ich werde neue Freiräume haben und versuchen, diese mit schönen Dingen zu füllen.“
Mehr Zeit mit der Familie verbringen und eine Reise nach Mallorca im Frühling sind dabei sicher nur der Anfang.

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