Bad Lippsringe. Auf dem Weg zu einem intelligenten, nachhaltigen und energieeffizienten Mobilitätshafen im Gewerbegebiet Am Vorderflöß ist die Stadt Bad Lippspringe einen weiteren Schritt vorangekommen. Im Rahmen der ersten Mobilitätskonferenz, an der Experten der Universität Paderborn und von Westfalen Weser Netz teilnahmen, vereinbarten die Projektpartner konkrete Arbeitspakete. Die Erkenntnisse aus dem Leuchtturm-Projekt in Bad Lippspringe können im Rahmen der Initiative Neue Mobilität Paderborn (NeMo) auf weitere Partnerkommunen übertragen werden.
Als “wichtiges und wegweisendes Projekt” bezeichnete Bürgermeister Ulrich Lange den Mobilitätshafen in seiner Begrüßung. An der Ecke Am Vorderflöß / Am Strothebach hat die Stadt ein Grundstück erworben, das als gesamtheitliche Lösung mit Parkflächen, Ladeinfrastruktur und Grünbereichen unter Klimaschutz-Aspekten ausgebaut werden soll. Hier soll ein Vorzeige-Projekt für die vernetzte Mobilität im ländlichen Raum entstehen, das auch bereits bestehende Verkehrsprobleme unter Berücksichtigung der Besucher für die Gartenschau und die Kliniken des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) löst.
Im Rahmen der integrierten Lösung werden Aspekte der Mobilität- und Energiewende mit wissenschaftlicher Begleitung gekoppelt betrachtet. “Wir wollen den Personen- und Logistikverkehr miteinander verzahnen und dabei eine nutzerorientierte sowie wirtschaftliche tragfähige Lösung entwickeln”, machte Dr. Christoph Weskamp vom Software Innovation Campus Paderborn (SCIP) der Universität deutlich. So soll in Bad Lippspringe eine Blaupause für weitere interessierte Städte und Gemeinden entstehen.
In kleinen Projektteams erfolgt in den kommenden Wochen und Monaten die Bearbeitung verschiedener Arbeitspakete, von der Analyse der aktuellen Verkehrsdaten über die Simulation und Optimierung unter Einbeziehung zukünftiger Szenarien, die Integration in ein Energiesystem bis hin zur wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Evaluation. “Das Projekt passt hervorragend zu unserer Zielsetzung, Bad Lippspringe zu einer Zukunftsstadt zu entwickeln. Neben den Aspekten Natur, Gesundheit und Kultur spielt die Mobilität dabei eine herausragende Rolle”, betont Lange.
Die Entwicklung des Mobilitätshafens in Bad Lippspringe wird auch die Initiative NeMo weiter voranbringen. “Die Entwicklung eines digitalen Werkzeugs für Mobilitätskonzepte mit unterschiedlichen Anwendungsformen wird viele neue Ergebnisse bringen, die wir perfekt nutzen und über unsere breite Plattform auch in weiteren Kommunen zum Einsatz bringen können. Damit bekommen wir größere Schlagkraft und zusätzliche Erkenntnisse, die wir im Austausch mit den Partnern gezielt weiterentwickeln können”, erläutert der NeMo-Initiator Prof. Dr. Thomas Tröster.