Donnerstag, Juli 7, 2022
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Verfolgungsjagd in Büren: Er schlug auf Beamte ein! 

Nach einer Verfolgungsfahrt mit Unfall und weiterer Flucht zu Fuß ist ein 20-jähriger Bürener festgenommen worden.

Büren. Am Dienstagabend (14.06., 20.25 Uhr) waren Polizeibeamte im Rahmen ihrer Streifenfahrt auf der Bürener Straße unterwegs. Hier kam ihnen ein BMW entgegen, der den Beamten aufgrund eines früheren Einsatzes dienstlich bekannt war; dessen Halter war im Februar als Tatverdächtiger eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens in Erscheinung getreten.

Die Beamten entschlossen sich daraufhin, den BMW anzuhalten und wendeten dazu den Streifenwagen.

Offensichtlich hatte der BMW-Fahrer – ein 20-Jähriger aus Büren – den Streifenwagen bemerkt; er erhöhte die Geschwindigkeit weit über die zulässige Höchstgeschwindigkeit hinaus und fuhr weiter, ohne auf die deutlichen Anhaltezeichen der Polizeibeamten zu reagieren.

Der 20-Jährige setzte seine Flucht mit weiterhin deutlich überhöhter Geschwindigkeit nun auf der Marienstraße und weiter über die Josefstraße, Tüllhöhe, Querstraße, Goldammerweg und die Hermannstraße fort. Dabei erreichte das Fahrzeug Geschwindigkeiten von mindestens 100 km/h.

Die Polizeibeamten verfolgten das Fahrzeug mit Sicherheitsabstand, um keine weiteren Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Dabei vergrößerte sich der Abstand zu dem verfolgten Wagen.

Beim Linksabbiegen von der Marienstraße in die Hermannstraße kam der Beschuldigte aufgrund der massiv überhöhten Geschwindigkeit nach rechts von der Straße ab und prallte hier gegen die Begrenzung eines anliegenden Grundstücks.

Der BMW wurde dabei an der Front stark beschädigt, Betriebsstoffen liefen aus, eine Weiterfahrt war nicht möglich. Dennoch versuchte der Beschuldigte zunächst, mit dem BMW weiter zu flüchten. Als dieses nicht gelang, setzte er seine Flucht zu Fuß entlang der Hermannstraße über die Stiftstraße hinweg in Richtung des angrenzenden Waldstücks fort.

Die Polizeibeamten nahmen die Verfolgung auf und forderten den Flüchtenden mehrfach lautstark auf stehenzubleiben. Dem kam der 20-Jährige jedoch nicht nach. Als der Mann im Unterholz stolperte und zu Fall kam, konnten die Polizeibeamten ihn schließlich aufhalten und an der Fortsetzung der Flucht hindern.

Der Beschuldigte setzte sich dabei erheblich und aggressiv gegen die beiden Polizeibeamten zur Wehr und trat und schlug auf die Beamten ein. Während des Transports zum Streifenwagen sperrte sich der 20-Jährige und versuchte weiter mit allen Mitteln – auch mittels Beißens – sich gegen sein Festhalten zu wehren.

Der Beschuldigte wurde bei den Widerstandshandlungen durch ein von den Beamten eingesetztes Reizstoffsprühgerät leicht verletzt. Aus diesem Grund wurde bei dem Einsatz ein Rettungswagen hinzugezogen. Die Polizeibeamten blieben unverletzt.

Bei der sich anschließenden Unfallaufnahme fanden die Polizeibeamten im Rahmen der Fahrzeugdurchsuchung eine geringe Menge Cannabis und weitere Substanzen. Ein daraufhin beim Beschuldigten durchgeführter Drogenvortest verlief jedoch negativ.

Gegen den 20-jährigen Beschuldigten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Durchführung eines illegalen Kraftfahrzeugrennens, des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

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