Montag, August 15, 2022
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Wild lebende Honigbienen im Fokus

Neue Ausstellung im Naturkundemuseum ab 3. Juni zu sehen

Die Honigbiene steht im Interesse der Öffentlichkeit wie nie zuvor. Wie lebt sie? Wo kommt sie in der Natur vor? Das zeigt der international prämierte Tierfotograf Ingo Arndt in einer Ausstellung, die am Freitag, 3. Juni, im Naturkundemuseum Paderborn eröffnet wird. Er dokumentiert zum ersten Mal das geheimnisvolle Leben der wild lebenden Honigbienen.

Ungesehene Bilder direkt aus der Baumhöhle, die ein Bienenschwarm bevölkert, zeigen bis ins kleinste Detail das perfekt aufeinander abgestimmte Zusammenleben im Bienenstock: beginnend mit dem Schwarmeinzug in eine unbewohnte Spechthöhle, über den Wabenbau, die Entwicklung des Volkes, die raffinierte Klimatisierung des Nestes, bis hin zur spektakulären Verteidigung ihrer Höhle gegen angreifende Hornissen.

Zusätzlich beschreibt der Bienenforscher Jürgen Tautz in gut verständlichen Texten, was auf den Bildern zu sehen ist und gibt Einblick in bisher weithin unbekannte wissenschaftliche Erkenntnisse und Verhaltensweisen. 

Mit der Zeidlerin Sabine Bergmann wird die traditionelle Methode der Waldbienenzucht in lebenden Bäumen thematisiert. Diese ursprüngliche Art des Imkerns entspricht am ehesten den von Honigbienen selbst gewählten Bedingungen in natürlichen Baumhöhlen und ist eine große Chance für eine gesunde Zukunft der derzeit gefährdeten Honigbiene.
Außerdem vermittelt ein museumspädagogisches Programm spielerisch Wissenswertes über die Biene. Und die Wildblumenwiese zwischen Naturkundemuseum und Museumsdepot bildet eine kleine blühende Landschaft für Bienen und andere Insekten, die nach dem Ausstellungsbesuch entdeckt werden kann.

Die Ausstellung wird am Freitag, 3. Juni, um 19 Uhr mit einem Vortrag der Zeidlerin Sabine Bergmann eröffnet, die über Honigbienen in Baumhöhlen und ihre Erfahrungen mit der Waldimkerei spricht. „Ich freue mich sehr, dass wir eine Expertin aus dem Paderborner Land zur Eröffnung einladen konnten, die sich bereits seit 2014 mit der traditionellen Methode der Zeidlerei beschäftigt. Wir erfahren im Vortrag etwas über Klotzbeuten, Klettertechniken, handgemachte Seile und artgerechte Bienenwohnungen in hohen Bäumen. Bestimmt ein Erlebnis“, macht Dr. Andrea Brockmann, Leiterin der Abteilung der städtischen Museen, neugierig auf den Vortrag. Dieser findet in der Städtischen Galerie in der Reithalle statt. Die Ausstellung im Naturkundemuseum wird am 3. Juni von 18 bis 21 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet sein.

Die Fotografien von Ingo Arndt werden bis zum 4. Dezember im Naturkundemuseum präsentiert. Es gibt ein museumspädagogisches Vermittlungsprogramm und Workshops, über die der begleitende Flyer informiert. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2,50 Euro, ermäßigt 2 Euro.

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